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The Oasis © UWW / David Benz

by David Benz & Melanie Schuler 12.11

The Oasis © UWW / David Benz

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The Oasis © UWW / David Benz

The Oasis © UWW / David Benz

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The Oasis © UWW / David Benz

The Oasis © UWW / David Benz

The Oasis © UWW / David Benz

The Oasis © UWW / David Benz

The Oasis © UWW / David Benz

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The Oasis © UWW / David Benz

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The Oasis © UWW / David Benz

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The Oasis © UWW / David Benz

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Peter Bossert,  Ilona Tischer, Roland Lewin / The Oasis © UWW / David Benz

The Oasis © UWW / David Benz

 

Kaum irgendwo sonst auf der Welt kann man als Taucher den hektischen Alltag verlassen und schneller in eine intakte, buntschillernde und atemberaubende Unterwasserwelt eintauchen, als in Ägypten. Und ehrlich gesagt, welcher Tauchenthusiast möchte nicht von seinen Unterwassererlebnissen vom Roten Meer erzählen. Von den unzähligen Rochen, den verspielten Delfinen und Haien, die hier fast an der Tagesordnung sind. Wer möchte nicht auf den Pfaden des legendären Hans Haas wandeln, der 1952 von den „Teufeln im Roten Meer“ berichtete. Lediglich 4 Stunden Flug und man ist am Ziel seiner (Unterwasser-)Träume.

Der Jungfernflug der SUNEXPRESS bringt uns von Stuttgart ins 3500 Kilometer entfernte Marsa Alam. Entgegen aller Erwartungen steigen wir in eine ausgebuchte Maschine. Hatte die Touristikbranche zu Beginn 2011 doch einen merklichen Einbruch erfahren, was die Buchungen in Richtung Ägypten  betraf, so haben sich jetzt  die Wogen geglättet und das Geschäft zieht wieder an. Das nächstgelegene tropische Taucherparadies, ist wieder angesagt. „Ahlan Washalan“ - herzlich willkommen am Roten Meer.
Fernab von lauten Touristikhochburgen, All-Inklusive Trinkanstalten und nervigem Animationsgehüpfe finden wir 20 Kilometer nördlich von Marsa Alam „The Oasis“. Uns präsentiert sich ein kleines, zauberhaftes Wohlfühlhotel für Taucher und Individualisten. Ruhesuchende und Menschen, die sich vom Alltagsstress erholen wollen. Hier sind sie genau richtig. Animation? Laute Musik und wildes Nachtleben? Fehlanzeige. Das Hotel „The Oasis“ wie auch das „The Oasis Diving Center“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Werner Lau und den Sinai Divers und perfekt auf die Bedürfnisse seiner Gäste abgestimmt.
Der Transfer vom 40 Kilometer südlich gelegenen internationalen Flughafen Marsa Alam zum Resort verläuft reibungslos und nach knapp 25 Minuten Fahrt sind wir am Ziel. Wir erreichen eine Oase im weiten Wüstensand. „The Oasis“ erscheint uns wie ein kleines Beduinendorf, fernab von jeglicher Zivilisation. Die Anlage erstrahlt im warmen Licht der untergehenden Sonne. Der Himmel scheint wie gemalt. Herrlich. Der Empfang ist mehr als herzlich. Von der ersten bis zur letzten Minute kümmern sich die Angestellten um unser Wohl. Kein Wunsch bleibt offen, keine Bitte unerfüllt. Hotelmanager Peter Bossert heißt uns persönlich willkommen und verschafft uns einen ersten kleinen Überblick. Seit 1 1/2 Jahren steht das Resort unter seiner Leitung. Der Mann hat Spaß, der Mann liebt seinen Job. Das merkt man.
Glutrot erhebt sich die Sonne am nächsten Morgen aus dem Meer. Unser Apartment ist nur einen Steinwurf vom Ozean entfernt. Der Blick von unserer Terrasse präsentiert das Rote Meer wie aus einem Werbekatalog. Wir orientieren uns bei einem ersten Rundgang durch das Resort. Insgesamt 49 individuelle Chalets, aus natürlichen Baumaterialien im nubischen Stil erbaut, fügen sich mit kleinen Gässchen und verwinkelten Treppen aus fossilem Korallenstein harmonisch um das Hauptgebäude. Ein idyllisches Bild. Jedes Zimmer ist individuell und mit Liebe zum Detail gestaltet. Kein Raum gleicht dem anderen. Besonders bemerkenswert: von jeder Terrasse hat der Gast einen uneingeschränkten Blick auf das Meer. Mit 8 neuen Apartments, die 2009 hinzukamen, wurde die Anlage fertiggestellt. Sie runden das Gesamtbild der kleinen Wohlfühloase harmonisch ab. Das Hauptgebäude beherbergt neben der Rezeption auch Büros, das Restaurant, in dem sämtliche Mahlzeiten eingenommen werden, einen kleinen Basar und die Tauchbasis der Sinai Divers. Das 2005 eröffnete „The Oasis“ bietet den Urlaubern den nötigen Freiraum für genügend Ruhe und Entspannung. Obwohl das Hotel 98 Prozent ausgelastet ist, lediglich noch ein Zimmer zur Verfügung steht, hat man immer ein wenig das Gefühl, der einzige Gast zu sein. Perfekt, um die stressgeplagte Seele baumeln zu lassen und seinen persönlichen Akku wieder aufzuladen.
Das Restaurant bietet neben genügend Platz auch einen atemberaubenden Ausblick. Die romantische Beleuchtung am Abend sorgt immer wieder für ein perfektes Dinner. Das Frühstück ist reichhaltig, der Chefkoch selbst sorgt für das individuell gewünschte Rührei. Für hungrige Taucher bietet sich zur Mittagszeit die Möglichkeit, à la carte zu speisen.  Frühstück und Abendessen werden als Buffet angeboten. Neben Hühnchen und frischem Fisch erfreuen wir uns an Leckereien vom Grill beim wöchentlichen BBQ. Die frisch zubereitete Tomatensuppe – hervorragend. Der Service ist immer zugegen, aber niemals aufdringlich. Keine kantinenähnlichen Zustände, wie in den vielen großen 300 Betten Burgen, die den Gast schnell zur Nummer verkümmern lassen. Im „The Oasis“ ist der Gast König. Nicht nur beim Essen.

TAUCHBASIS

Im Hauptgebäude der Anlage befindet sich das „The Oasis Diving Center“ der Sinai Divers. Wir betreten einen bestens sortierten Tauchshop unter der Leitung von Ilona Tischer und Roland Lewin. Beide sind welterfahrene Tauchlehrer mit mehreren tausend Tauchgängen. Der Empfang verläuft sehr freundlich. Familiär eben. Tauchguide Camille erklärt uns ausgiebig die Gegebenheiten, nimmt sich die Zeit und instruiert uns über jeden einzelnen Tauchspot. Die neue Tauchbasis der Sinai Divers wurde speziell auf die Wünsche und Anforderungen der tauchenden Gäste ausgelegt. Für Taucher ohne eigenes Equipment ist auch in Zeiten hoher Nachfrage gewährleistet, dass ausreichend hochwertiges Leihmaterial zur Verfügung steht. Neben 30 SCUBAPRO-Jackets, 30  Atemreglersets, 30 ABC-Sets und 50 5mm Nasstauchanzügen, werden von der Tauchbasis der Sinai Divers 10 Tauchcomputer für Pressluft- und Nitroxtauchgänge wie auch 10 Unterwasserlampen dem tauchenden Klientel leihweise offeriert. Die 100 12 Liter Alu-Flaschen (DIN + INT) sorgen für genügend Atemluftvörräte. Und wie inzwischen fast überall am Roten Meer üblich, gibt es auch hier im „The Oasis Diving Center“ Nitrox ohne Aufpreis. Für die Taucher unter den Gästen steht ein großer Raum mit ausreichend Platz für das ganze Tauchequipment zur Verfügung. In großen Becken werden Anzüge, ABC, Lungenautomaten und Unterwasserkameras Nch dem Einsatz gespült.  Wer technische Unterstützung und Hilfe benötigt, für den eine bestens sortierte Werkstatt eingerichtet. Bei sämtlichen Ausrüstungsproblemen hilft das Basispersonal gerne.
Für den nichttauchenden Kundenkreis im  „The Oasis“ bietet das Tauchcenter die Möglichkeit im Verlauf eines Schnuppertauchganges im Pool erstmals in die faszinierende Welt unter Wasser einzutauchen. Die Kurse werden mehrmals wöchentlich kostenfrei angeboten. Noch individueller gestaltet sich der 20 minütige Schnuppertauchgang direkt im Roten Meer. In einer Tiefe von max. 4-5 Meter fühlt man sich schon fast wie in einem Aquarium und kann die bunte Vielfalt und das Treiben unter Wasser genießen. Wer daran Gefallen findet und interessiert ist, das Tauchen zu lernen, kann im „The Oasis Diving Center“ eine professionelle Tauchausbildung absolvieren. Mit dem mehrsprachigen Tauchlehrer- und Divemasterteam erfolgt die Ausbildung vom OWD bis hin zum Divemaster nach SSI, Barakuda (CMAS) und PADI-Richtlinien. Tauchausbildung auf höchstem Niveau. Der Unterricht findet im Rahmen eines 4-Tage-Kurses in kleinen Gruppen bis max. 6 Personen statt. Theorie und Praxis, die damit zusammenhängenden 6 Tauchgänge, wechseln ständig ab, damit bei der Ausbildung keine Langeweile aufkommt. Ferner bietet die Basis der Sinai Divers mit Ilona Tischer und Roland Lewin zwei kompetente Ansprechpartner hinsichtlich weiterführender Kurse bis SSI Divecon, CMAS Gold, PADI Divemaster und diverser Specialities.
Tauchguide Pete begleitet uns derweil bei unserem ersten Tauchgang. Die perfekte Menge Blei wird ermittelt, auf sauberes Tarieren geachtet. Gut so – so wird die Flora und Fauna des Meeres geschützt und respektvoll behandelt. Getaucht wird in sehr kleinen Gruppen. Für Unterwasserfotografen geradezu perfekt. Der erste Tauchgang findet ausnahmsweise nicht am Hausriff sondern im 15 Autominuten Richtung Süden entfernten Tauchspot „Marsa Egla“ statt. Auf großen Matten und Teppichen finden wir wohlsortiert die Kisten mit unserem Equipment und den 12 l Aluflaschen. Also anziehen und los. Kurz darauf erwartet uns ein Riff mit wunderschön bewachsenen, bunten Korallenstöcken, umgeben von sandigem Untergrund. Keine drei Minuten im Wasser schießt ein neugieriger großer Tümmler auf uns zu und scheint uns willkommen zu heißen. Besser geht es nicht. Die Gruppe bleibt zusammen, dennoch hat man unter Wasser genügend Zeit, Freiraum und Platz, um schöne Fotos machen zu können oder das ein oder andere interessante Motiv näher zu beäugen. Hier in Marsa Alam, im Süden Ägyptens, ist der Massentourismus noch nicht angekommen. Keine überfüllten Tauchplätze wie in Hurghada oder Sharm el Sheikh. Alhamdulillah – Gott sei Dank. Zufrieden kehren wir von einem ersten Tauchgang im Roten Meer zurück. Das Equipment wird auf den Pickup geladen, dann steigen wir in den angenehm klimatisierten Kleinbus und ab gehts zurück in unser Resort.
Wer das „The Oasis“ nicht verlassen, dennoch seiner Tauchleidenschaft nachgehen möchte, dem bietet sich die Möglichkeit, das Hausriff zu betauchen. Direkt vor der Basis der Sinai Divers ist ein Saumriff, das direkt vom Steg erreicht wird. Die Plattform reicht knapp über die Riffkante und erleichtert den Einstieg ins etwa 12 Meter tiefe Wasser. Das Riff fällt zunächst leicht ab und führt dann steil ins tiefe Blau. Neben tollen Nachttauchgängen kann man hier die Freiwassertauchgänge für die Ausbildung absolvieren. Neben zahlreichen Hart- und Weichkorallen finden wir hier die typischen Rifffische des Roten Meeres. Leider waren wir für die Sichtung einiger Mantas am Hausriff zu spät und für den Besuch der großen Delfinschule zu früh im Wasser. C'est la vie – Pech gehabt. Neben Mantas, Schildkröten und Delfinen werden auch immer wieder einmal Dugongs am Hausriff gesichtet. Für Vielfalt und Abwechslung ist also gesorgt. An wenigen Tagen im Jahr kann bei starkem Wind der Wellengang den Einstieg ans Riff allerdings erschweren oder zeitweise gänzlich unmöglich machen.

Neben dem Tauchen am Hausriff freuen wir uns auf die vielen Hotspots, die im Verlauf von Tauchausfahrten mit dem Kleinbus oder dem Boot angeboten werden. Täglich wird von der Tauchbasis der Sinai Divers sowohl am Vormittag wie auch am Nachmittag ein Ausflug zu den beliebtesten Tauchplätzen geplant. Die meisten Ausflüge finden mit dem Auto statt. Die Fahrzeit beträgt zwischen 5 Minuten und einer Stunde. Für weiter entfernte Riffe werden zwei Tauchgänge angeboten. Regelmäßig gibt es Ausfahrten mit dem Boot zu den verschiedenen Highlights wie Elphinstone, Abu Dadab und dem Samadai Reef. Insgesamt haben die Gäste des „The Oasis“ die Auswahl zwischen rund 30 verschiedenen Tauchplätzen. Für genügend Abwechslung unter Wasser ist also bestens gesorgt. Zum Höhepunkt zählt sicherlich ein Besuch des bekannten „Elphinstone“ Riff, aber auch ein Ausflug zum „Dolphinhouse“. Um an diesen bemerkenswerten Tauchspot zu gelangen, fahren wir 22 Kilometer südlich zum Hafen von Marsa Alam. Mit dem Boot geht es knapp 1,5 Stunden weiter in Richtung Süden. Als Paarungort und Kinderstube von Spinnerdelfinen ist Shaab Samadai, besser bekannt als „Dolphinhouse“, einer der wirklich geschützten Nationalparks des Roten Meeres. Die Sichtweiten liegen bei über 50 Meter und man sieht die makellose Rifflandschaft in all ihren Farben. Der Tauchplatz besteht aus einer Kette von Riffen, die bis unter die Wasseroberfläche reichen und somit den Ausgangspunkt für einen Tauchgang in einem märchenhaften Garten aus Hart- und Weichkorallen markieren. Teilweise sind die Riffblöcke von Höhlensystemen durchzogen und bieten dem Unterwasserenthusiasten ein mystisches Schauspiel. Das Innere des Dolphinhouse wird exklusiv mit ABC – Ausrüstung erkundet, um die dort lebenden Delfine so wenig wie möglich zu stören.
Nicht nur hier am „Dolphinhouse“ und am „Elphinstone“ sind die Riffe intakt, farbenfroh und fischreich. Weitere Strand- und Bootstauchgänge zeigen, dass die Unterwasserwelt im Roten Meer noch in Ordnung ist.

Fazit

Sicherlich zählt die Gegend um Marsa Alam zu den schönsten Tauchrevieren der Welt und noch zu den wenigen Tauchgebieten des Roten Meeres ohne Massenandrang. Wir haben das Rote Meer während unseres 8-tägigen Aufenthaltes im „The Oasis“ schätzen und lieben gelernt. Die bunte Fisch- und Korallenvielfalt, sehr gute Sichtweiten und mystische Canyons bleiben uns in bester Erinnerung. Das Team der Sinai Divers, das sich perfekt um das Wohl eines jeden einzelnen Tauchers gekümmert hat rundet das Gesamtbild ab.
Das Resort, eine wirkliche Oase, wird seinem Namen voll und ganz gerecht. Hier ist Erholung angesagt, ohne Rummel im malerischen Ambiente der Anlage. Genau deshalb geht die Rechnung von Werner Lau auf. Eine Ruheoase, ein kleines Wohlfühlparadies für genau jene Gäste, die dem Pauschaltourismus und der Massenabfertigung entfliehen wollen. Nicht mehr und nicht weniger. „Shukran“ – ein Dankeschön an alle Beteiligten, die dem Individualurlauber eine Möglichkeit bieten, Ägypten von seiner schönsten Seite kennen zu lernen.

 

“The Oasis” ist ein Gemeinschaftsprojekt von Werner Lau und Sinai Divers.
 

www.wernerlau.com
www.sinaidivers.com 
 

 

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