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C; Herbert Frei / UWW

by Herbert Frei 9.02 (Seite 1)

C: Herbert Frei

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Samoa - Tauchen im Herzen von Polynesien

Von der Südsee träumt fast jeder, doch nur wenige erfüllen sich diesen Jugendtraum. Einmal in Samoa gewesen zu sein, dort zu tauchen und das Land zu besichtigen, freundliche Menschen kennen lernen - jetzt ist es möglich. Weit ab der hektischen Zivilisation hat Herbert Frei eine der letzten Bastionen unberührter UW - Welten gefunden.

Einmal der Erste sein. Tauchen wo noch nie ein Mensch zuvor war oder zumindest noch nicht viele. Nicht wenige wollen das, doch es wird immer schwieriger. Die meisten weißen Tauchflecken sind im Grunde keine mehr. Für den gewöhnlichen Urlauber ist es wie das Rennen zwischen Hase und Igel. Wohin er auch kommt, irgend ein Reiseonkel oder Weltenbummler war bestimmt schon vor ihm da. Eigentlich kaum zu glauben, dass Samoa hier eine Ausnahme machen sollte. Und doch ist es so. Wer hierher reist, kann tatsächlich noch an Stellen tauchen, wo zuvor höchstens ein Seeadler seine Schwingen nass gemacht hat. Somit sind Entdeckungen möglich, die anderswo unwahrscheinlich geworden sind. Beispielsweise das Aufspüren neuer Wracks. Und jeder, der auf Samoa ins Wasser springt kann sicher sein, dass ihn dort keine anderen Taucher stören. Ballermann und Misswahl sind hier ausgeschlossen.
Die auf der Insel Savaii befindliche Tauchbasis wird von zwei Deutschen geleitet, die es auf einer Weltreise nach hier verschlagen hat. Angesichts der romantischen und idyllischen Umgebung beschlossen sie gegen alle inneren und äußeren Widerstände an diesem fernen Ort ihr Glück zu versuchen. Gewiss ein hohes Risiko, aber eines, das es wert zu sein scheint. Denn Samoa gilt als eines der letzten Paradiese auf diesem Erdball. Zumindest was Land und Leute anbelangt.

Historie

Das frühere West-Samoa und heutige Samoa hat nichts mit dem Amerikanisch Samoa zu tun. Samoa liegt mitten im Herzen der Südsee, nur wenige Flugstunden von Neuseeland entfernt und unweit von Tonga und Fidji. Schon der Abenteuer-Dichter Robert Louis Stevenson (Die Schatzinsel und Kidnapping) verbrachte die letzten fünf Jahre seines Lebens (1889 -1894) auf der Hauptinsel Upolu nahe der Hauptstadt Apia. Hier schrieb er auch den weltberühmten Horrorthriller „Dr. Jekyll and Mr. Hyde“. Das Haus in dem er lebte ist heute ein kleines Museum.
Nach archäologischen Untersuchungen lassen sich die kulturhistorischen Wurzeln von Samoa bis auf das Jahr 1000 vor Christus zurückverfolgen. Um diese Zeit ließen sich Polynesier auf Samoa nieder und entwickelten ihre einzigartige Kultur. Der fruchtbare vulkanische Boden und die üppigen Fischgründe machten Samoa zur wahren Heimat der Polynesier. Etwa tausend Jahre später besiedelten die Insulaner die Marquesas Inseln und Tahiti. Kontakte mit Fidji und Tonga gab es sehr früh. Im Gegensatz zu den anderen polynesischen Königreichen, in denen die Erbfolge galt, wurden in Samoa die Häuptlinge seit jeher vom Volk gewählt, mussten sich ersten demokratischen Statuten unterwerfen. Soziale Klassen gab es nicht.
Die Christianisierung des Landes begann im Jahre 1830, als der englische Reverend John Williams von der Londoner Missionsgesellschaft mit seinem Schiff „Messenger of Peace“ auf der Insel Savaii landete. Bis 1840 hatte der missionarische Prediger alle Samoaner von seinem Glauben überzeugt. Und er brachte die Samoaner dazu, sich mit langen Kleidern und Tüchern zu bekleiden. Das wiederum rief westliche Händler auf den Plan, die sogleich eine Handelsniederlassung für Baumwollstoffe gründeten. Auch der Sohn des Missionars machte sich als geschäftstüchtiger Koprahändler einen Namen. Deutsche, Briten und Amerikaner errichteten Botschaften und versuchten ihren Einfluss auf die samoanische Regierung geltend zu machen. Die verunsicherten Häuptlinge schlossen mit allen Friedensverträge ab und  bauten Handelsbeziehungen auf, was dann letztendlich wegen interner Querelen, Missgunst und  Einflussnahme zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führte. Zur internationalen Konfrontation führte im Jahre 1889 ein bewaffneter Aufstand der Samoaner. Kriegsschiffe aus Deutschland, England und Amerika traten auf den Plan und ankerten im Hafen von Apia. Dort wurden sie von einem Hurrican heimgesucht, der vier Schiffe zum Kentern brachte und mehr als 200 Menschen das Leben kostete. Die instabile politische Lage hielt bis Ende des 19. Jahrhunderts Regierung und Schutzmächte in Atem. Dann zog sich England zurück. Am 2. Dezember 1899 unterzeichneten Deutschland, Amerika und Samoa einen Vertrag, der das Land unter den Schutzmächten Deutschland und Amerika aufteilte. So entstanden die Staaten Westsamoa (deutsche Kolonie) und Amerkanisch Samoa (amerikanische Kolonie).

Deutsche Kolonie

Am 1. März 1900 wurde auf West-Samoa die deutsche Flagge gehisst. Obwohl die Deutschen ihre Interessen wahrten und sogar bewaffnete Aufständische auf die Marianen deportierten, waren sie bei der Bevölkerung sehr beliebt. Sie bauten Schulen, Krankenhäuser und die einzige Strasse, die bis 1942 auf Samoa existierte. Pflanzer brachten der Bevölkerung bei, wie man Plantagen und Bewässerungssysteme anlegt. Noch heute kann man Palmenhaine bewundern, die akkurat wie Spalierobst angelegt worden sind. Und viele Samoaner tragen noch deutsche Namen. Wir begegneten einem kleinen Jungen, der Fritz Schmidt hieß. Der Tourismus-Minister heißt Hans-Joachim Keil und in seinem Vorzimmer arbeitet ein Angestellter namens Huber. Beide sprechen nur wenig deutsch, besitzen aber unverkennbare europäische Gesichtszüge. Und in der Hauptstadt steht immer noch ein Hotel mit dem Namen „Insel Fehmarn“.  Wie alle Kolonialherren brachten die deutschen auch Fremdarbeiter mit nach Samoa. In diesem Fall waren es 2000 Chinesen.
Als der 2. Weltkrieg ausbrach, überwältigte ein neuseeländisches Militärkorps die deutschen Besatzer und okkupierte West-Samoa. Die Chinesen wurden wieder in ihre Heimat verfrachtet. Die ruppigen und ungeliebten Neuseeländer schleppten schließlich die Grippe nach Samoa ein, an der mehr als 8000 Einheimische (22% der Bevölkerung) starben, deren Immunsystem gegen das unbekannte Virus versagte. Nach turbulenten Jahrzehnten, in denen es immer wieder zu Unruhen und zu militärischen Gewaltakten gegen die Bevölkerung kam, wurde West-Samoa 1962 als erster polynesischer Staat unabhängig.

Wirtschaft und Politik

Aus dem einstigen West-Samoa ist heute Samoa geworden, eine der stabilsten Demokratien in der Südsee. Es gibt sogar ein Ministerium für Frauenfragen und in der Familie haben traditionell die Frauen das Sagen. In jedem Dorf gibt es einem Matai (Häuptling), der die wichtigsten Regeln des Zusammenlebens überwacht und bei einfachen Verstößen und Streitigkeiten auch als Richter fungiert. Das gesellschaftliche Leben wird stark von Überlieferungen und alten Bräuchen beherrscht. So können Ausländer auf Samoa normalerweise keinen Grund erwerben, was zur positiven Folge hat, dass die Strände größtenteils frei von Hotelanlagen und Villen reicher ausländischer Investoren sind. Beim Verkauf eines Grundstücks muss in der Regel die gesamte Sippe zustimmen, was zu enormen Schwierigkeiten führen kann, weil 2/3 aller Samoaner im Ausland (Australien, Neuseeland, USA) leben. Die in Übersee lebende Samoaner müssen nämlich auf Kosten des Käufers zur Abstimmung eingeflogen werden. Zivilisationsaussteiger haben es hier deshalb extrem schwer, weil sie sich praktisch nur niederlassen können, wenn sie in eine samoanische Familie einheiraten. Das mag sich lustig und interessant anhören, ist es aber nur bedingt, weil man nämlich die ganze Familie am Hals hat, die sich von dem angeheirateten Ausländer finanzielle Vorteile verspricht. Männliche Singles werden bald feststellen, dass die einheimischem Mädchen und Frauen wenig Hemmungen beim Anbandeln und Verkuppeln haben. Auch das Alter der Männer spielt kaum eine Rolle. Hauptsache wohlhabender Ausländer. Das einladende Lächeln kann deshalb zum Bumerang werden.
Samoa ist gelinde gesagt ein Staat, der permanent vor der Pleite steht. Die Arbeitslosenrate ist die höchste und das Durchschnittseinkommen das niedrigste in der gesamten Südsee. Ohne Entwicklungshilfe wäre das Land schon seit geraumer Zeit bankrott. Industrie gibt es kaum (Kokosnussölfabrik), der Bootsbau ist primitiv, geschickte Handwerker fehlen, einzig die unter deutscher Aufsicht stehende Bierfabrik „Vailima“ (samoanisch = Wasser aus der Hand) floriert. Exportschlager sind Kokosnusscreme und Sicherheitsgurte für Autos (japanische Firma). 1989 wurde das Bankenwesen liberalisiert. Seitdem gilt Samoa als Steueroase für große Firmen.
Der Tourismus scheint in naher Zukunft die Haupteinnahmequelle des Landes zu werden. Etwa 60.000 Ausländer besuchen jährlich Samoa für Trekkingtouren, Biken, Fahrradfahren, Tauchen, Segeln, Kanufahren, Vulkanexpeditionen, Hochseefischen und schlichtes Baden. Der geringste Anteil kommt aus Europa. Nur wenige Deutsche verschlägt es bis jetzt nach Samoa. Meist sind es Taucher, Wandertouristen oder Weltenbummler

 

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