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© UWW

by Michael Goldschmidt 5.06

Tombilli © UWW

Steuerstand © UWW

Tauchdohni legt ab © UWW

Tauchdohni © UWW

Briefing mit Ute im Salon © UWW

Auf dem Tauchdohni © UWW

Ute Gehrke mit dem Multitec - Scooter © UWW

AUf dem Tauchdohni, kurz vor dem Tauchspot © UWW

Punktgenau mit dem GPS werden die Tauchspots angefahren © UWW

Fasziniert: Walbegenung © UWW

Wal vor der Tmbilli, Male im Hintergrund © UWW

Angeln der einfachsten Art © UWW

Auf den Malediven vollzieht sich ein Wandel – selbst klassische Taucherinseln  erfahren mittlerweile Upgrades in luxuriöse Spa – Resorts. Die neu geschaffenen Infrastrukturen erreichen jedoch nur jene Inselurlauber, die Wellness, Poollandschaften und das am Tisch servierte Dinner als Rahmen des persönlichen Wohlgefühls verstehen. Für die Zielgruppe der Urlaubstaucher werden somit Safaris auf einem Liveaboard immer interessanter und man rechnet damit, dass in naher Zukunft die Tauchaktivitäten zwischen den Inseln überwiegend von Bord einer Safariyacht aus stattfinden werden. Die MS Pretty Tombilli bietet ideale Voraussetzungen, möchte man in lockerer Atmosphäre attraktive Tauchspots in den Atollen besuchen.

Ute Gehrke, die mit ihrem Mann Thomas Eignerin der Tombilli ist, treffen wir auf Embudu. Dorthin hatte uns das Schnellboot von Hulule aus gebracht, denn das Safariboot befindet sich auf der Rückfahrt von einem zweiwöchigen Törn wieder nahe der Hauptstadt Male. Wir haben nun zwei Tage um das Schiff, die Mannschaft und auch die Gäste dieser Reise kennen zu lernen, denn dann geht es für uns schon wieder weiter zu einer anderen Destination auf den Malediven und neue Gäste werden an Bord kommen.
Das Tauchdohni der Tombilli wartet am Steg, kaum 10 Minuten später liegen wir längsseits des Liveaboard.
Auf der kurzen Fahrt erzählt uns Ute schon einige Details zum Tauchbetrieb. Vom Dhoni aus werden die Spots angefahren, kein Unterschied also zum Tauchen von einer Insel aus. Nur ist alles viel bequemer, man muss sich nicht in der Basis umziehen, keine Ausrüstungsteile an Bord tragen. Dafür hat man kein Hausriff. Das Equipment bleibt während der Safari auf dem Dhoni, dort sind auch immer die gefüllten Flaschen bereit und für maximal 12 Tauchgäste und zwei Guides ist großzügig Platz vorhanden, da steigt niemand dem anderen auf die Flossen. Aus 28 Aluflaschen mit 11 l Volumen atmen die Taucher, auf Wunsch auch 32er Nitrox for free, das in einer NRC – Anlage produziert wird. Normale Pressluft wird von zwei Bauer Mariner – Kompressoren geliefert. Bis zu 12 Taucher können mit Leihequipment ausgestattet werden und – das findet man auf Safaribooten eher seltener – man kann vom Open Water bis zum Divemaster alle Kurse absolvieren.
Nicht ohne Stolz zeigt uns Ute die beiden Multitec – Scooter, die von Gästen ausgeliehen werden können. Da diese professionellen Geräte auch richtig Speed machen, begleiten entweder Ute oder Thomas die Gäste, die sich den Kick eines Scooterritts gönnen möchten, um vielleicht auch einmal gegen kräftige Strömung voranzukommen, ein lohnendes Ziel vor Augen.

Wohnlich, so kann man den ersten Eindruck von der Tombilli umschreiben. Auf Booten dieser Größe hat besonders der Salon eine multifunktionale Nutzung. Steuerstand, Sitzecke, Kühlschrank, Ladestation, Bücherei, DVD- und Soundanlage, ein gemütlicher Essplatz, der unter tags auch einmal zu Utes Büro umfunktioniert wird. Die Tombilli ist seit 7 Jahren das Zuhause von Ute, jährlich nur von einigen Wochen Aufenthalt in Deutschland unterbrochen, wenn das Schiff im Dock die routinemäßigen Wartungsarbeiten oder kleinere Modifikationen erfährt. Demnächst soll der Kraftstofftank etwas vergrößert werden, um bei zweiwöchigen Törns die Route völlig unabhängig von einem Tankstopp planen zu können.
Der letzte größere Umbau der Tombilli wurde unter der Regie von Ute und Thomas durchgeführt. Klimaanlage ja oder nein, war dabei auch ein bestimmendes Thema. Man hat auf die nicht unbedingt von allen Gästen geschätzte Technokühlung verzichtet und dafür eine Reihe von Licht- und Luftklappen in die Kabinendecken eingebaut, die tatsächlich eine angenehme Durchlüftung bieten. Nach der Aklimatisierung hat sich der Körper ohnehin schon nach kurzer Zeit auf die maledivischen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit eingestellt, so dass die Entscheidung gegen die Klimaanlage sicher richtig war und das Geld dafür an anderer Stelle, vordergründig für den Tauchbetrieb, verwendet werden konnte. 
Die 6 Kabinen bieten wie üblich übereinander angeordnete Schlafkojen mit Leselichtern, wobei die untere Liegefläche breiter als die obere ist. Das erleichtert nicht nur den Aufstieg, den unten schlafende Gast erreicht so auch der kühlenden Luftzug. Als nette Geste werden die Handtücher (Kabinenhandtücher sind ein Service an Bord) täglich zu neuen Figuren gefaltet, die thematisch zum nächsten Tauchplatz passen. Geht es zum Mantapoint, dann liegt nach dem Frühstück ein Baumwollmanta auf dem Bett...
Ein Schrank und Stauraum am Fußende der unteren Koje nehmen alles auf, was man für seine ein- oder zweiwöchige Safari an Kleidung oder Fotoausrüstung mit sich führt.  Das Bad bietet eine klassische Schifftoilette mit Pumpe, Waschbecken, eine Dusche mit Kalt- und Warmwasser, dazu einen großer Spiegel, der die totale Selbstkontrolle der Urlaubsbräune zum Kinderspiel macht.
Man ist nicht von Luxus umgeben, doch alles ist sauber und funktional. Zudem spielt sich das Leben während des Bordaufenthalts im Schwerpunkt auf dem beschatteten Vordeck ab, auf dem sich die Gäste zwischen den Tauchgängen entspannen. Matten, Liegen und Campingstühle sind vorbereitet, für Spiele oder den Logbucheintrag hat man einen Tisch aufgestellt.
Und wie immer trifft mich das Fotografenschicksal, als der Ruf “Walhaie“ vom Vordeck in meine Kabine dringt. Während alle Gäste schon bereit stehen die Begegnung mit den Giganten zu verfolgen, muss ich erst an Deck laufen und die Position der vermeldeten Tiere suchen. Da, auf dem Bildschirm erkenne ich kurz das Auftauchen eines stattlichen Tierrückens, dann folgt beim raschen Abtauchen eine Fluke. Da stimmt doch etwas nicht – das ist nicht die Schwanzflosse eines Walhai, das muss ein Wal sein und tatsächlich, da bläst er in hohem Strahl das Wasser aus und taucht wieder ab. Zwei Blauwale tummeln sich etwa 75 Meter vor der Tombilli, ein seltenes Schauspiel, das für die Gäste dieser Safari endgültig den letzten Highlight – Eintrag ins Buch der persönlichen Urlaubserinnerungen beschert, das ohnehin schon mit allem gefüllt ist, was man sich auf, besser unter den Malediven nur erträumen kann. Ein Schnellboot nähert sich laut röhrend und kreuzt in voller Fahrt den Kurs der Wale. Die Tiere ziehen es vor endgültig abzutauchen, doch sie bleiben noch eine ganze Weile Gesprächsstoff Nr. 1 unter den Gästen.           
Wieder legt das Dohni von der Tombilli ab und bringt die Taucher gegen Mittag zum letzten Mal zu einem nahen Spot. Nach Utes ausführlichem Briefing, das stets von einer anschaulichen und handgezeichneten Grafik begleitet wird, wissen die Taucher wo die besten Punkte im Verlauf des Tauchgangs zu finden sind und welche Tiefen erreicht werden. Die Frage der Strömungsrichtung und Stärke kann man vorab nur eingeschränkt beantworten, letzte Sicherheit gibt hier der kurze Testtauchgang von Ute. Erst wenn sie die Lage unter Wasser abgeklärt und dies den Gästen mitgeteilt hat, springen die Taucher von Bord. Zwei junge Männer der Crew bleiben an Bord und begleiten den Weg der Taucher über Wasser. Die Moderne hat mittlerweile auch auf den Malediven Einzug gehalten. Mobiltelefone gehören zum guten Ton, hatte die einheimische Bootscrew bis vor wenigen Jahren oft wochenlang keinen Kontakt zu ihren Familien oder Freunden, übermittelt man  heute in langen Gesprächen alle persönlichen Tagesaktualitäten. Und, blonde Strähnchen im pechschwarzen Haar sind absolut hip. Während der Tauchzeit versucht ein Crewmitglied etwas für die Auffrischung des Lebensmittelvorrats zu tun. Geschickt schleudert er einen Angelhaken mit leuchtendem Köder immer wieder ins Wasser und zieht ihn rasch an seiner kräftigen Leine zurück an Bord. Es ist ihm nicht angenehm, dass ich ihn immer wieder dabei fotografiere, doch die Aktion, mit der er den Köder 40, 50 Meter weit fliegen lässt, beeindruckt mich sehr und hätte ich nie miterlebt, wäre ich nun auch unter Wasser.

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