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Belize: Tod im Hurrikan

UWW 10.01

Belize: Tödliches Ende einer Bootssafari

Honduras und Belize erlebten in den letzten Jahren immer wieder schwere Wirbelstürme, die zum Teil schwerste Verwüstungen hinterließen. Mit viel Glück wurden dabei keine Tauchtouristen verletzt. Besonders Gäste aus USA nutzen die Möglichkeit ein paar Tage auf gut ausgestatteten und komfortablen Tauchbooten zu verbringen. Als diesmal am 8. Oktober 01 der Hurrikan „Iris“ heranzog, fühlte man sich auf der 36 Meter langen M/V „Wave Dancer“ sicher, da sie in einem geschützten Hafen festgemacht hatte.   

Als der Abend des 8. Oktober 01 heraufzog war den 28 Gästen und Besatzungsmitgliedern der „Wave Dancer“ klar, dass es zumindest eine stürmische Nacht werden würde. Das moderne Tauchsafariboot, das vom Richmond Tauchclub (US – Staat Virgina) gechartert worden war, befuhr seit 9 Jahren ohne Zwischenfälle die Riffe vor Belize und zählte zur Charterflotte des bekannten US- Tauchreiseanbieters Peter Hughes Diving aus Miami Lakes (Florida).

Der Skipper der „Wave Dancer“ hatte in Big Creek, dem als besonders geschützt geltenden Hafen (120 km südlich von Belize City), festgemacht, um das Durchziehen des Hurrikans in Sicherheit abzuwarten. Viele andere Boote waren seinem Beispiel gefolgt, noch nie hatte es hier dramatische Situationen um Umfeld von Stürmen gegeben. Schon 1998 war hier der Wirbelsturm „Mitch“ ohne die Schiffe zu gefährden vorbeigezogen. Es war trotzdem angedacht, die Passagiere an Land unterzubringen. Dies scheiterte aber an den bereits durchgeführten Evakuierungen in diesem Gebiet. Man war vorsichtig in der Region, hatte doch 1961 der Hurrikan „Hattie“ große Teile von Belize City zerstört. So mussten Gäste und Crew an Bord verbleiben und abwarten, was die Nacht bringen würde.Neben anderen kommerziell eingesetzten Schiffen war die „Wave Dancer“ an den Moorings der Pier festgemacht und mit Kreuzleinen gesichert.

Mit mehr als 210 Stundenkilometern zu ungeheurer Kraft geballt fegte „Iris“ vom Land kommend über die Region, eine ungewöhnliche Bahn nehmend, die nicht erwartet worden war. Gegen 23:00 Uhr traf es die vertäute „Wave Dancer“ in einer dramatischen Kombination aus plötzlich aufgestautem Wasser und heftigem Angriffen des Sturms. Das aufschwellende Wasser hob das Schiff über die Pier, wobei die Leinen glatt durchtrennt wurden, die gewaltigen Böen warfen es in die Mitte des Big Creek, dort versank es.
 
Trotz des gefährlichen Sturms versuchten Helfer von den Nachbarbooten aus erste Rettungsmaßnahmen einzuleiten, angesichts der Situation zu dieser Stunde ein fast auswegloses Unterfangen. Es musste das Nachlassen des Sturms und die Morgendämmerung abgewartet werden, um sinnvoll tätig zu werden. Bis zum Nachmittag des folgenden Tags wurden 8 Überlebende gerettet, 18 Tote wurden geborgen, zwei Passagiere sind nach wir vor vermisst, obwohl auch Hubschrauber zur Suche eingesetzt wurden. Da die umgebenden Ufer von Mangroven dicht bewachsen sind, wird es schwierig sein die letzten Opfer ausfindig zu machen.

Ein Sprecher des Außenministeriums äußerte sich diesbezüglich, dass man sich an Bord der „Wave Dancer“ auch nach mehrmaliger Aufforderung geweigert hätte das Schiff zu verlassen um sich an Land in Sicherheit zu bringen. Man hätte unbedingt den Nervenkitzel eines Wirbelsturms erleben wollen. Dem steht natürlich entgegen, dass weiträumig an Land keine kurzfristig erreichbare und sichere Unterkunft angeboten werden konnte.

Auf seinem Weg von der Dominikanischen Republik kommend machte „Iris“ über 8000 Betroffene obdachlos und tötete weitere 30 Menschen, bis er sich über dem Süden Mexikos auflöste.

 

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